VEB


Abkürzung für Volkseigener Betrieb in der ehemaligen DDR.
Betrieb, Wirtschaftseinheit, in der durch den Einsatz und/oder die Kombination von Produktionsfaktoren Güter produziert oder Dienstleistungen erbracht werden. Im Unterschied zum Unternehmen versteht man Betrieb meist als techn. Einheit.
Nach der Art der Betätigung gliedert man Betrieb in Produktions- und Dienstleistungs-Betrieb, nach Fertigungsgraden in Betriebe der Urproduktion (Bergwerke, Land- und Forstwirtschaft) und weiterverarbeitende Betriebe, nach Branchen, nach Größen (Klein-, Mittel- und Groß-Betriebe), nach Intensität der eingesetzten Produktionsfaktoren (kapital- und arbeitsintensive Betriebe), nach Fertigungsprinzipien (Massen-, Serien-, Einzelfertigungs-Betriebe).  ­p; Innerbetrieblich gliedert sich ein Betrieb in drei Hauptbereiche: Leistungserstellung (Produktions- oder Dienstleistungsbereich), Leistungsverwertung (Absatz-, kommerzieller Bereich) und Finanzierung (Beschaffung und Verwertung von Fremd- und Eigenkapital). Nach Art des Wirtschaftssystems unterscheidet man marktwirtschaftlich und planwirtschaftlich arbeitende Betriebe. Erstere sind u.a. gekennzeichnet durch autonome Erstellung von Produktionsplänen, marktorientierte Preis- und Leistungsgestaltung, selbständige Beschaffung von Produktionsfaktoren und Gewinnstreben. Ein Betrieb in einer Planwirtschaft ist dagegen ein weitgehend unselbständiger Teil eines Gesamtplans, dem der Einsatz von Produktionsfaktoren, Plansolls und marktunabhängige Festpreise vorgegeben sind.

(c) Meyers Lexikonverlag. 1996