Auf der zweithöchsten Erhebung des Kyffhäuser- Im 12. Jh. stand hier eine der mächtigsten deutschen Burganlagen - die Reichsburg Kyffhausen. Ihre Ausdehnung von 600 Meter Länge und 60 Meter Breite läßt sich heute noch erahnen. Die Dreiteilung der Veste in Unter,- Mittel- und Oberburg ist in der heutigen Zeit deutlich erkennbar. In der Regierungszeit Friedrich I. Barbarossa fertiggestellt, erlebte sie fast 100 Jahre eine Blütezeit. |
![]() nach Hermann Wäscher, Halle |
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Die erhaltenen Baureste zeigen aber die typischen Elemente einer hochmittelalterlichen Feudalburg. |
| Bauleistungen (errechnet nach Angaben des Burgenforschers H. Wäscher aus Halle) | |
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| Erdbewegungen: | 21 000 m³ |
| Steinbrucharbeiten: | 65 000m³ |
| Mauer- und Stein- Metzarbeiten: | 51 000m³ |
| Holzarbeiten: | 5 000m³ |
| Dacharbeiten: | 7 000m³ |
| Ausbauarbeiten, umbauter Raum: | 59 600m³ |
Die Oberburg |
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Der äußerste Teil der Burg wurde besonders geschützt. Nach Westen durch vier heute noch sichtbare Abschnittsgräben und Richtung Innenhof durch einen Wallgraben. Der einzige Zugang zur Oberburg war das "Erfurter Tor". Das "zurückgezogene Tor" tritt als seltene Bauform im romanischen Burgenbau auf. Die Toranlage ist gut erhalten. In den 30iger Jahren erfolgte der Einbau der Treppenstufen. Über dem Kammertor befand sich zur Verteidigung ein Torhaus. |
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| Der Turm, ab Eingang 57 m hoch, paßt dreimal in den 176 m tiefen Brunnen. | Der 176 m tiefe Brunnen |
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Wichtig für jede Burganlage ist die eigene Wasserversorgung. Dies gilt v.a. in Zeiten längerer Belagerung. Auf dem Gelände der Oberburg ist der tiefste Burgbrunnen Europas erhalten. Wahrscheinlich in den Jahren zwischen 1140 und 1170 wurde der 176 m tiefe Brunnen in den Fels getrieben. Die Mittelburg |
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Verkieseltes Holz (![]() ![]() |
Malerisch ist der Weg durch die Schlucht der Mittelburg. Geologisch interessant sind die gut im Felsen sichtbaren Einschlüsse von verkieselten Stammstücken oberkarboner Bäume ( Die Unterburg |
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Sie ist der am besten erhaltene Teil der Burganlage. Ihre Ringmauer ist im Umfang teilweise sogar in Originalhöhe vollständig erhalten. Durch ein Kammertor betritt man die umfassend freigelegte zweigeteilte Unterburg. Sehr gut erhalten und hervorragend restauriert ist ein ca. 5 m hoher Stumpf eines einst ca 25 m hohen runden Bergfriedes. Im Wohnturm, der wahrscheinlich in mehrere Geschosse untergliedert war, ist heute noch die Stelle des einstigen Kamins erkennbar. |
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