Die Philosophische Lehre
"Ich weiß, das ich nichts weiß!"
Sokrates’ Beitrag zur Philosophie liegt hauptsächlichst im Bereich der Ethik. Seine Lehre beruht auf einem rein rationalen Verständnis von Gerechtigkeit, Liebe, Tugend und in dem beharrlich von ihm eingeforderten Selbsterkenntnis. Sokrates ging davon aus, dass alle Laster auf Unwissenheit, nicht aber auf absichtlicher Bösartigkeit basieren. Tugend (im Sinn von Tüchtigkeit) stelte er mit Erkenntnis gleich und hatte die Auffassung, dass derjenigen, der weiss, was recht ist, auch richtig (tugendhaft) handeln müsste. Dahinter verbarg sich dei die Idee, dass alles was Tugendhaft nützlich und alles Lasterhafte schädlich sei. Im Bereich der Logik legte er vorallem großen Wert auf allgemeine Definitionen, was vorallen besonderst gut in den Schriften des Aristoteles zum Vorschein kommt, der wieder ein Schüler Platons war. Der mit Sokrates befreundeten und zu dem von ihm beeinflussten Denkern gehörten auch Antisthenes, der die Schule der Kyniker gründete und Aristipos, zu den die Lehren der Kyrenaiker zurückgehen. Aus jener Strömung entwickelte dann Epikur seine Lehren. Stoiker wie der griechische Philosoph Epiktet, der römische Gelehrte Seneca der Ältere und der römische Kaiser Mark Aurel hatten Sokrates als ihr geistiges Vorbild anerkannt.
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